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Mit DAFI in eine bessere Zukunft

Äthiopien | seit Juni 2020 | UNO-Flüchtlingshilfe
Um besonders begabten Flüchtlingen den Zugang zu höherer Bildung zu ermöglichen, unterstützt die Beurer-Stiftung das DAFI-Stipendienprogramm ("Deutsche Akademische Flüchtlingsinitiative Albert Einstein") in Äthiopien. Aktuell werden hier 40 Studenten von der Beurer-Stiftung unterstützt. Das Projekt wird von der UNO-Flüchtlingshilfe mitgefördert und vom UNHCR, dem Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen, koordiniert und umgesetzt.

Aufgrund von Kriegen ist für Flüchtlinge der Zugang zu Bildung oftmals schwierig, da notwendige Papiere oder Geld für Studiengebühren fehlen. 37% junger Menschen weltweit haben Zugang zu höherer Bildung, aber nur 3% Geflüchteter. Damit geht das Potential einer ganzen Flüchtlingsgeneration verloren.

Auf der Liste der Absolventen stehen vor allem Ärzte, Lehrer und Ingenieure, die dann in ihren Berufen einen wichtigen Dienst für andere Flüchtlinge leisten können. Freiwilligenarbeit ist integraler Bestandteil des Programms. DAFI-Stipendiaten organisieren etwa „health screenings" oder unterrichten andere Geflüchtete.

Viele Absolventen kehren später in ihre Heimat zurück und leisten dort wertvolle Aufbauarbeit. Somit kommt den Stipendiaten eine wichtige friedensfördernde und -stabilisierende Aufgabe zuteil.

 

Persönlicher Bericht von John aus dem Sudan

John aus dem Sudan
Mit seinem selbstgemachten Periodensystem in Assosa, Sherkole Camp, Äthiopien.
Der 20-jährige John hat im Laufe seines Lebens viele Opfer für seine Bildung gebracht. Als er erst 14 Jahre alt war, trennte er sich von seiner Familie und ging nach Äthiopien, um in Sicherheit bei einem Cousin zu leben und die Möglichkeit zu haben, seine Schulbildung zu beenden. John war auch in Äthiopien der beste Schüler seiner Klasse, absolvierte die Sekundarschule und bestand den Test für den Eintritt in die Universität. Und bekam so auch das DAFI-Stipendium: „Als ich hörte, dass ich ein Stipendium bekommen hatte, war ich glücklich, weil man nicht jeden Tag eine solche Chance bekommt, nicht einmal im Sudan. Man braucht dort viel Geld, um an der Universität zu studieren. Und ich werde der erste in meiner Familie sein, der ein Universitätsstudium absolviert." Heute studiert er angewandte Chemie an der Assosa University. Nach seinem Abschluss möchte er seiner Gemeinde etwas zurückgeben. „Ich möchte eine kleine Schule eröffnen, um Chemie und angewandte Wissenschaften zu unterrichten. Viele Schüler fürchten das Fach Chemie, deshalb möchte ich ihnen beim Bestehen helfen. Auch wenn es vielleicht bedeutet, unter dem Schatten eines Baumes oder in einer der Schulen hier im Camp zu arbeiten – ich möchte einfach gerne unterrichten."
 
 
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